hobby-eisenbahnfotografie.de | Notizblock  | Notizblock Seite 118 – 09/2012

Notizblock Seite 118 | September 2012 Es sind die Triebfahrzeuge 146 222-5, 152 138-4, 145-CL 201, 2*1042 520-8 und TGV 4709 zu sehen.

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146.2-Güterzug: Dass es im Stuttgarter Umlaufplan der Baureihe 146.2 nachts und allenfalls in lichttechnisch grenzwertigen Tagesrandlagen Güter­zugleistungen gibt, war mir bekannt; nur Älbler mit viel Dusel haben das einmal bildlich dokumentiert. Ich freundete mich daher vor einiger Zeit schon mal mit dem Gedanken an, so etwas in der dunklen Jahreszeit mittels Photoshop zu realisieren. Dies hat sich inzwischen jedoch erledigt! Das kam so: Am 04.09.2012 war eine Haselmaus in Gingen (Fils) einen Mast hochgeklettert und hatte einen Isolator überbrückt. Es gab einen großen Lichtbogen mit Rauchentwicklung, die Oberleitung riss infolge des Kurzschlusses und fiel ins Gleisbett. Der Kurzschluss beeinträchtigte einen Verteilerkasten und das wiederum verursachte im Raum Süßen/Geislingen mehrere Stellwerksausfälle. Zwischen 21:35 Uhr und 00:45 Uhr ging zwischen den beiden Orten dann nichts mehr. Am Tag des 05. September 2012 zeigte sich die 146 222-5 mit dem planmäßigen EK 56201 (Kornwestheim Rbf 23:51 Uhr – Ulm Rbf 01:16 Uhr) für mich vollkommen überraschend, eine Verspätung von +720 Minuten infolge der kleinen Haselmaus brachte den Güterzug mitsamt Wagenlok 185 141-9 ins glei­ßende Tageslicht. Da hatte ich meinen 146.2-Güterzug!


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Im linken Augenwinkel: Einem freundlichen Hinweis bin ich am 13. September 2012 gefolgt, nach dem der KT 43255 mit einer Albatros-152er bespannt sein sollte. Mutmaßlich war sogar ein Verkehren vor Plan angedacht, was mich bei Uhingen zu einer zeit­aufwendigen Fehleinschätzung verleitete. Als die 152 138-4 dann nicht einmal zur Planzeit erschien (die Sonne tat das jedoch ausnahmsweise!), saß ich ratlos gedankenversunken im Auto – was tun? Im linken Augenwinkel auf der IC-Plantrasse etwas Blaues wahrgenommen, schreckte ich auf, sprang an den geplanten Fotostandpunkt, riss die Kamera hoch und drückte ab. Das war knapp …


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Blauer Montag: »Bei einem 90 minütigen Fotoshooting an einer weltbekannten Stelle auf der Schwäbischen Alb ist mir doch glatt meine aktuelle Lieblingslok (die Farbgebung der ehem. RAG Loks haben mir schon immer gut gefallen) –, blitzblank und fotogen, vor die Linse gefahren. Bei näherem Hinsehen kann man an der 145-CL 201 die numerische Einordnung "2015" der HGK erkennen. Die Aufnahme entstand am 17. Sep­tember 2012, an dem insgesamt vier Güterzüge kamen. Kein schlechter Schnitt für einen Montagmorgen!« Soweit Jürgen Möller, der diese Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung stellte.


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Kobaltblau/beiger Bm235: Von Trier nach Saalfelden fuhr dieser Sonderzug am 20. September 2012 und nannte sich DPF 69441. Nicht sein verspätetes Erscheinen bei Ebersbach (Fils), sondern seine Wagen löste bei mir Stirnrunzeln aus. Wahrgenommen hatte ich frisch lackierte, kotzfarb… -, halt, ozeanblau/beige Wagen, die sich dann im Raw-Konverter als kobaltblau/beige herausstellten. Zumindest der erste und letzte. Können aber Bm235-238 mit Übersetzfenster originale Rheingold1962-Wagen sein? Niemals, protestieren Rheingold1962-Verehrer … mit so einem hatte ich heute Morgen bereits einen entsprechenden Dialog: "(…) mir wellen sich die Fußnägel, wenn ich sehe, wie ein falscher Wagen nach dem anderen in Kobaltblau/Beige getaucht wird. Zu Kobaltblau/Beige passen eben nur die Wagen von 62, alles andere sollte »kotzfarben« bleiben!" Das war deutlich; doch das Leben geht weiter und fordert zuweilen Kompromisse; so beschließen wir die Diskussion und genießen weiter den Altweibersommer!


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Wenig gelungen: Mit dem DPF 69442 (Freiburg – St. Johann im Pongau) zeigte sich acht Tage später noch einmal die 1042 520-8 mit ihren riesigen, fast puffertellergoßen Lampen bei Reichenbach (Fils) und –, so man ihrer Beschriftung trauen kann, »Die schönsten Seiten der Ei­senbahn«. Sicher ist auf alle Fälle, dass die Beschriftung mit der NVR-Nummer auf der Lokfront eine weniger gelungene Darstellung ist … (28. September 2012).


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Solange der Vorrat reicht: Zur einzigen, täglich umsteigefreien Direktverbindung von München nach Paris richteten die Deutsche Bahn und SNCF erstmalig von Ende August bis Oktober 2012 an einigen Wochenenden zusätzliche Züge ein. Am 31.8., 21.+28.9. und 5.10. startete freitags um 13:59 Uhr ein TGV-POS, sonntags um 16:11 Uhr ein TGV-DUPLEX in München in die Seine Metropole. Von dort gelangte man feitags wie sonntags ab 07:25 Uhr zurück in die bayerische Hauptstadt. Dabei fielen die TGV-DUPLEX durch ein deutlich gepflegteres Erscheinungsbild im Vergleich zu den verratzten TGV-POS auf, wie TGV 4709 um fünf vor zwölf am 30. September 2012 auf der Geislinger Steige zeigte. »Das Europa-Spezial der Bahn bietet Reisenden attraktive Angebote: Ab 39 Euro pro Person in der zweiten Klasse, in der 1. Klasse ab 69 Euro.« Natürlich nur, solange der Vorrat reicht, hetzte dazu die Bahn in ihrer Presseinformation für die attraktiven Verkehrszeiten der Züge.


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