hobby-eisenbahnfotografie.de | Notizblock  | Notizblock Seite 148 – 03/2015
Auf der Notizblock Seite 148 für den Monat März 2015 sind die Triebfahrzeuge 037 022-0, 185 060-1, 037 012-8, 218 495-0, 115 261-0, 407 009-9, 216 224-6, 185 538-6, 407 516-4, 58 311, 146 227-4, 185 419-9, 193 874-5, 407 003-3, 2*202 466-9, 401 561-6, 611 519-9, 115 509-2, 218 467-9, 120 150-8, 482 016-3 und 111 039-4 zu sehen.

Bild-Nr.: 515c0104

Alles glänzt: Der DGS 44444 (Hegyeshalom) Passau Grenze - Landshut/B Hbf (Forbach), der nach einem Blick auf die Gefahrgutnummer 33 und die UN-Nummer 1114 Benzol in zweiundzwanzig silber glänzenden Chemiekesselwagen transportierte, war mit der Prima 37 022-0 eine alles glänzende Erscheinung. Nur die Wolken machten den Spielverderber, als sie mir vier Minuten nach der Durchfahrt mit einem schönen Sonnenspot eine lange Nase zeigten. Nun, vielleicht ergibt sich so eine Aufnahmegelegenheit, wie diese am 01. März 2015 das Jahr über noch einmal?


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Typischer Mischer: Ein typischer »Mischer« im Jahr 2015 auf der Filstalbahn, einer der ganz wenigen verbliebenen Güterzüge dort. Morgens kurz nach acht ist am 10. März 2015 durch die 185 060-1 etwas Schrott in E-Wagen, Öl, Gas und Schüttgüter in F-Wagen nach München zu bringen. Der Albaufstieg in die eben aufgegangene Sonne steht an, mit Hilfe einer Ellok der Baureihe 151 wird dieser mühelos gelingen. Bei Gingen (Fils) hätte ich zu gerne die hier ursprünglich eingeplante 037 012-8 mit leeren Gaskesselwagen aufgenommen, aber die Eisenbahnfotografie ist schließlich kein Wunschkonzert.


Bild-Nr.: 515c1026

Ohne große Beleuchtung: Wie bereits angedeutet, war das hinsichtlich des nur noch spärlich vorhandenen Lichts kein wirklicher Erfolg: Der DGS 95504 Kehl – Günzburg (Passau Hbf) musste am 10. März 2015 bei Gingen (Fils) ohne die große Beleuchtung auskommen. Für diesen Zug hätte man das gerne anders gehabt. Vielleicht gibt es in Zukunft weitere Gelegenheiten?


Bild-Nr.: 515c1701

Dieselmagistrale Filstalbahn: Auf der "Dieselmagistrale" Filstalbahn gelten die Zugpaare IC 118/119 und IC 2012/2013 zurzeit als die attraktivsten, traktioniert jeweils von zwei Dieselloks der Baureihe 218. Signifikant sind allerdings die Ausfälle der in Ulm betreuten Loks. Wie lange man sich die dadurch bedingten Verspätungen noch ansieht, ist sicher nicht ganz uninteressant. Denkbarer Ersatz wäre die Baureihe 115, die in Beschleunigungsphasen kurzzeitig deutlich mehr Leistung auf die Schiene bringen kann, als es zwei 218ern möglich ist. Am 17. März 2015 dachte ich mir daher, dass es kein Fehler wäre, sich mal dem IC 118 bei Salach (Württ) zu widmen. Eisenbahnfans wissen schließlich aus Erfahrung, dass bei der Bahn nichts so alt ist, wie die Planung von gestern.


Bild-Nr.: 515c1707

Herr schmeiß Hirn ra: Und da haben wir sie schon, die Baureihe 115! Am PbZ 2460 aus München zeigt sich 115 261-0 (letzte HU mit Neuanstrich: 05.03.2014), die die 140 528-1, zwei Liege- und einen Sitzwagen mit Fahrradabteil von DB AutoZug im Bahnhof von Süßen im Schlepp hat. Interessant ist dabei mindestens der Vergleich der Größe der DB-Embleme am 17. März 2015. Auch hier kann man sagen, dass nichts so alt ist wie die Bezeichnungen von gestern im großen Laden der Bahn AG: Das »DB Cargo« der 140er entstammt der Zeit ab Januar 1999, als die »DB Cargo AG« aus dem Unternehmensbereich Güterverkehr der Deutschen Bahn AG hervorging. Nur zwanzig Monate später firmierte das Unternehmen in »Railion Deutschland AG« um. Ab Januar 2008 wurde daraus »DB Schenker«, gut ein Jahr später wurde der Name erneut geändert, seither nennt sich der Güterverkehr der Deutschen Bahn AG »DB Schenker Rail Deutschland AG«. Güter transportieren die immer noch, auch wenn man als Unbedarfter beim Lesen von »DB Schenker Rail Deutschland AG« nicht unbedingt darauf kommen muss …


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Partielle Sonnenfinsternis: Das hat mich am 20. März 2015 extrem interessiert: Wie dunkel wird es bei einer partiellen Sonnenfinsternis, wenn der Bedeckungsgrad 71% beträgt und wie verändert sich das Licht? Der ICE 513 bei Uhingen sollte ein ideales Fotoobjekt sein und mit einer leichten Verspätung ermöglichte DB Fernverkehr es, davon exakt an der in unseren Breiten maximalen Abdeckung um 10:37 Uhr ein Bild zu machen. Schon während der letzten viertel Stunde in der partiellen Phase nahm das Licht eine unnatürliche bleifarbene Tönung an, die Szene war extrem rötlich gefärbt. Das Bild von 407 009-9 + 407 016-5 gibt ganz gut wieder, wie es ausgesehen hat; das menschliche Gehirn ist allerdings stets bemüht, für einen gleichbleibenden Sinnenseindruck zu sorgen, sodass man sehr genau hinsehen musste, um die Farben zu beobachten. Die nächste Gelegenheit für eine partielle Sonnenfinsternis wird es in Deutschland am 12.08.2026 geben. Die nächste totale Sonnenfinsternis bekommen wir in Deutschland allerdings erst am 03.09.2081 zu sehen – das dürfte mehr etwas für meine Enkel sein …


Bild-Nr.: 515c2009

Die 216 224-6 mit drei Am: Für einen Sonderzug der Ulmer Eisenbahnfreunde nach Oberhof wurde von 216 224-6 am Freitag, dem 20. März 2015 drei blaue 1.Klasse-Schnellzugwagen nach Stuttgart überführt. Als DLr 20325 aus Passau Gbf ging es über die Filstalbahn; bei Süßen zeigte sich der wunderbare Zug um 14:54 Uhr, dem wir zur ersten offiziellen Fahrt der altroten Schönheit bereits letztes Jahr im Pegnitztal aufgelauert hatten.


Bild-Nr.: 515c2014

Ähnliche Logos: Wenige Minuten später durchfuhr die 185 538-6 mit einem MARS-Zug nach Westen den Bahnhof von Süßen. Dafür bot es sich am 20. März 2015 an, etwas mehr Brennweite einzusetzen. Das TX-Logistik-Logo passt ganz gut zu dem der Spedition MARS, auch wenn die roten, spitz zulaufenden Halbbögen um 180° gedreht sind.


Bild-Nr.: 515c2018

Unterführung statt BÜ: Nun lockte die als ICE 516 aus München zurückkehrende Velaro-Doppeleinheit. In Salach (Württ) konnte sie aus 407 516-4 + 407 509-9 gebildet in der Nähe des ehemaligen Bahnübergangs aufgenommen werden. Heute ist dort eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer, über der sich gerade die Spitze des traurigen Velaro-Gesichts befindet. Von dem ehemaligen Industriegleis zur Papierfabrik Salach GmbH sieht man fast nichts mehr, allenfalls derjenige, der davon weiß, kann dessen Verlauf parallel zur Hauptstrecke noch erahnen.


Bild-Nr.: 515c2019

DLr für die Alb: Unbeabsichtigt knapp gelang am 20. März 2015 bei Süßen von der UEF-Lok 58 311 ein just-in-time-Bild. Als DLr 20853 war sie von Ettlingen (mutmaßlich) nach Münsingen zur Überführung eines Schnellzugwagen und eines grün gestrichenen Bauzug-Dreiachsers unterwegs. Die Burg Staufeneck über Süßen war dafür eine nette Kulisse, die der Zug aufgrund der Verspätung des IC 2013 bereits gegen 15:27 Uhr passierte. Die badische Altbaulokomotive der Bauart 1'E h3 (1 vorlaufende Laufachse, 5 gekuppelte angetriebene Achsen mit Heißdampf in 3 Zylindern) ist übrigens nur 65 km/h schnell, hat aber eine beachtliche Dienstmasse von 95,7 t.


Bild-Nr.: 515c2021

Stets gepflegt: Dass Ganzreklamelokomotiven nicht ungepflegt umher fahren müssen, beweist seit Jahren die für das Stuttgart21-Projekt werbende 146 227-4. Stets gepflegt ist sie an den IRE- und RE-Zügen auf den von Stuttgart ausgehenden Strecken im Regionalverkehr zu beobachten, auch wenn sie am 20. März 2015 bei Süßen nicht mehr zu den begehrtesten Fotoobjekten zählte. Dass der Fiffi und sein Halter dem RE 19230 (Ulm Hbf – Bad Friedrichshall Hbf) allerdings gar keine Beachtung schenkten, mag dem Umstand geschuldet sein, dass sie die Örtlichkeit bei Süßen bereits fünf Minuten vorher passierten und ich sie als schmuckes Beiwerk hinterher wieder in das Bild komponierte.


Bild-Nr.: 515c2411

Farbtemperatur kühler: Eine Stunde später zeigte sich die raildox-185 419-9 mit zehn Wagen Sand für die WIFO bei Amstetten (Württ). Bei Kuchen stand die Sonne inzwischen deutlich höher am Himmel, sodass die Farbtemperatur eine sichtbar kühlere war, was dem Bild aber keinen Abbruch tut. Wir notieren immer noch den 24. März 2015 und eine gepflegte Lok in besonderen Farben; schön so! Beim Blick auf einen ähnlichen Zug vor etwas mehr als einem Jahr fällt auf, dass es nicht mehr Fas oder die InnoFreight-Behälter sind, in denen der Sand aus Kayna transportiert wird, sondern tschechische Eans und – die 185 419-9 statt der 185 409-0. Kleine Details am Rande …


Bild-Nr.: 515c2507

Zu Nacharbeiten: Als Tfzf(D) 93862 Stuttgart Nord Gbf – München-Allach wurden 193 874-5 und 193 873-7 am 25. März 2015 zu Nacharbeiten zurück ins Herstellerwerk überführt. Bei Gingen (Fils) gelang geistesgegenwärtig ein Porträt der beiden SIEMENS-Vectron, die Eigentum der MRCE sind und die letzten Wochen im Baustellenverkehr angemietet für DB Services u.a. nach Rottweil unterwegs waren. Dass mir zwei Stunden später ein Holzzug mit einem weißen STEG-Vectron durch die Lappen ging, sollte verschmerzbar sein, wenn zukünftig die Vectron-Dichte auf der Filstalbahn so hoch bleibt …


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ICE 513 mit +9: Eine viertel Stunde später zeigte sich noch ein modernes Produkt aus dem Hause SIEMENS: Der Velaro. Als ICE 513 war derZug mit +9 leicht verspätet bei Gingen (Fils) nach München unterwegs. Am 25. März 2015 ist die seitliche Ausleuchtung nicht so prickelnd, eine Woche später – nach der Zeitumstellung – ist die Lichtsituation dort günstiger.


Bild-Nr.: 0akr025

Ersatz für raildox-203er: Als Ersatzlok für die unpässliche raildox-203er war am 25. März 2015 die schmucke Uwe Adam 20 (202 466-9) im Einsatz. Mit zehn leeren Eans aus der WIFO bei Amstetten  (Württ) am Haken rollte sie kurz nach 13 Uhr durch das untere Filstal Richtung Plochingen. In Reichenbach (Fils) erfreute sich Andreas an der gut ausgeleuchteten Fuhre. Andreas Krell stellte diese Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung.


Bild-Nr.: 515c2519

Dilettantisch: Etwa 15.000 Graffiti-Anschläge verzeichnet die DB pro Jahr, der verursachte Schaden beträgt ca. 6 Millionen Euro. Die Entfernung der Graffiti wird in speziell ausgestatteten Werkstätten unter Einhaltung von strengen Arbeits- und Umweltvorschriften mit aggressiven Reinigungsmitteln von mehreren Personen durchgeführt. Oft kommt eine Neulackierung dazu, weil der Fahrzeuglack dabei kaputt geht. Die DB erstattet bei einem Graffiti-Anschlag grundsätzlich Strafanzeige; sollte der oder die Täter festgestellt worden sein, sind diese 30 Jahre lang haftbar (Sachbeschädigung), dazu kommt Hausfriedensbruch. Es gibt wahrlich Sinnvolleres, als solch dilettantische Schmierereien. Gute Besserung, 401 561-6! (ICE 595 bei Gingen (Fils), 25. März 2015).


Bild-Nr.: 515c2804

Auf der Roten Liste: Die DB-Baureihe 611 war so gar keine Erfolgsgeschichte deutscher Ingenieurskunst. Die zweiteiligen Neigetechnik-Triebzüge für den schnellen Regionalverkehr waren die Nachfolger der Baureihe 610, die mit gut funktionierender – aber eben italienischer Hydraulik-Neigetechnik ausgestattet – jüngst im Dezember 2014 abgestellt wurde. Dasselbe Schicksal ereilt zurzeit die Nachfolger-Baureihe; im September 2014 erhielt der 611 029/529 eine letzte Revision, seitdem werden revisionspflichtige Triebwagen abgestellt. Man kann die Baureihe also als auf der »Roten Liste« stehend zählen, sodass für die eher an einen trägen Wels erinnernden Fahrzeuge ruhig der Auslöser betätigt werden darf. Am 28. März 2015 kündigte die Einheit 611 519-9/019-0 bei Süßen ihr Erscheinen durch eine Flachstelle gut hörbar an.


Bild-Nr.: 515c2805

Auffällige ADAM 20: Nochmals ein Bild der auffälligen Uwe Adam 20 »GAUNER«: Bei Süßen rollt sie nach bewältigtem Fahrtprogramm mit vollen Sandwagen in die WiFo bei Amstetten (Württ) als DGS 69059 mit zehn leeren Eans nach Plochingen. Eine willkommene Abwechslung im Triebfahrzeugreigen um den Sandzugverkehr! (28. März 2015).


Bild-Nr.: 515c2807

115 + 120.1 am Fahrdraht: Bis auf den Rennwagen im Rückwärtsgang ein formidabler Zug! Der 115 509-2 und der (mutmaßlich) bis Amstetten (Württ) aufgebügelten 120 137-5 (Die Geislinger Steige konnte so ohne Schubleistung bewältigt werden) oblag es am 28. März 2015, den PbZ 2461 nach München zu befördern. Mit im Zugverband waren noch 115 383-2 und 111 161-6 sowie einige Wagen, von denen zwei DOSTOs und ein n-Wagen in Ulm abgesetzt wurden. Bei Süßen war also bereits die nach-140er-Ära der PbZ-Züge eingeläutet, die zur Auflösung der Winterreserve zum 30.03.2015 ohnehin geplant war.


Bild-Nr.: 515c2808

Ulmer Unpässlichkeiten: Zu Beginn der Umstellung der ICs 118/119 auf Dieselbespannung im Filstal dachten manche Eisenbahnfotografen sofort an Einsätze der Ganzreklame-Lok 218 467-9 vor diesen Zügen. Bis zum 28. März 2015 war davon nichts zu beobachten, Ulmer 218er kämpften und kämpfen davor bislang täglich, allerdings zunehmend mit Ausfällen. Die Meldung "218 467-9 am 2012" klang daher umso überraschender. Aber sie war wirklich dran, ebenso am Folgetag, allerdings bei schlechtem Wetter. Vermutlich ist die Verfügbarkeit der Ulmer Dieselloks inzwischen so stark gesunken, dass man sich die »100 Millionen Fahrgäste Bayern-Ticket«-Lok aus dem Bh Kempten notgedrungen ausleihen musste. Von mir aus gerne … Deren erster Einsatz bei Süßen sah so aus:


Bild-Nr.: 515c2815

Solange sie frich(!) sind: "Man muss die Loks aufnehmen, solange sie frich(!) sind." erklärte Stephan und mir mal ein Eisenbahnfotograf. Wohl wahr! Bei Gingen (Fils) glänzte die 120 150-8 am 28. März 2015 vor IC 2261 (Karlsruhe Hbf – München Hbf) in der Tat wunderbar. Ihren Neulack erhielt sie bereits im August 2014 als Ausstellungsobjekt anlässlich der Feierlichkeiten zu »85 Jahre Tradition in der Instandhaltung von Schienenfahrzeugen« im Aw Dessau. Als HU-Datum ist an der Lok LD X 06.10.2014 aufgeklebt.


Bild-Nr.: 515c2816

Eidgenössisches Doppel: Dagegen gar nicht frich(!) zeigten sich als nächster Zug die SBB  cargo -482 016-3 + 482 0??-? vor einem Ganzzug aus Gaskesselwagen bei Gingen (Fils). Trotzdem sind sie zeigenswert, eine eidgenössische Doppeltraktion gibt es auf der Hausstrecke nicht so oft. Am 28. März 2015 erhielt dieser Zug sicher keinen Schub über die Steige.


Bild-Nr.: 515c2822

Tagesabschlusspleite: Zum Tagesabschluss des 28. März 2015 die Pleite schlechthin: Eine Stunde zu spät für eine Aufnahme in Sonne kam die lange mit Meldungen verfolgte 111 039-4 als Lr-D 71393 Trier Hbf – München-Pasing Bbf (Überführung von sieben DOSTOs) angefahren. Bei Kuchen zeigten sich darüber knapp zehn Fotografen leicht enttäuscht. Aus meiner Sicht verständlich, wenn man berücksichtigt, dass die Lok zum ersten Mal mit einem Zug die Filstalbahn befuhr und sich dabei sogar von der motivlich ansprechenderen Seite zeigte. Dafür hätte es nicht mehr Kuchen sein müssen …


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