hobby-eisenbahnfotografie.de | Notizblock  | Notizblock Seite 097 – 12/2010

Notizblock Seite 97 | Dezember 2010 Es sind die Triebfahrzeuge 120 122-7, 403 054-0, 181 215-5, 121 159-9 und 218 436-4 zu sehen.

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Bei Bibbertemperaturen: Statt der in der Fahrplananordnung für den DZ 2606 vorgesehenen Baureihe 110 sprang am 03. Dezember 2010 eine Ellok der Baureihe 120.1 in die Bresche. Darüber war Andreas keinesfalls unglücklich, stellte die Variante mit BTE-Wagen doch eine zuvor noch nie fotografierte dar. Exakt um 09:26 Uhr beendete 120 122-7 mit dem Sonderzug Stuttgart – Altötting das Bibbern in der Kälte bei Ebersbach (Fils), nun konnte wieder heimische Wärme angesteuert werden. Andreas Krell stellte diese Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung.


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Wir sind am Ball!: Was da in der DSO-Kastenzehner-Vorschau für den 403 054-0 / 554-9 auf Samstag, den 04. Dezember 2010 mit 511 - 518 - 615 angekündigt wurde, wurde aus der falschen Richtung in Form eines verspäteten ICE 515 in Eislingen (Fils) plötzlich unverhoffte Realität. Der hielt ich die 50mm-Festbrennweite an der CANON-DSLR entgegen und kam so zu einem ersten Bild des neuen Werbeträgers für die Frauen-Fußball-WM 2011, der am 29.11.2010 in Frankfurt Hbf vorgestellt wurde. Die Sonne kam erst eine halbe Stunde später großflächig zum Vorschein, so darf man sich zunächst auf weitere Bilder des Zuges in besserem Licht freuen.


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Exklusive Abschleppfuhre: Dass der TGV Kälte nicht mag, konnte die gemeine Fotografenschar bereits am 27. Dezember 2009 und an diversen anderen Tagen auf der Filsbahn doku­mentieren. Am 05. Dezember 2010 stellte der Zug hoher Geschwindigkeit diese Abneigung ganz entgegen seiner Namensvorgabe erneut unter Beweis. DSO-User 219 003-1 wurde darauf aufmerksam und tat dies dankenswerterweise im Forum für Sichtungen kund, dass die exklusive rot/beige 218 105-5 sich anschickte, den gestrandeten TGV 9576 bei Dinkelscherben abzuschleppen. Das Gespann nahm glücklicherweise gleich den Weg Richtung Stuttgart und passierte dabei kurz vor 12 Uhr den Bahnhof von Süßen. Jörg Thalmann stellte diese Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung.


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Dezember 2010: Da muss der Tiger erst gar nicht aus dem Gebüsch treten: Allein das Wort »Krokodilalarm« aus Marcus Mund in meine Ohren genügt vollkommen, Un­mengen von C9H13NO3 freizusetzen. Die Herzfrequenz erhöht und die Bronchiolen erweitern sich, der Blutdruck steigt an, die Lipolyse kommt in Gang und Glucose tut ihr Übriges… Ja, Krokodilalarm bedeutet Adrenalinausschüttung pur, ganz wie zu Beginn meiner ersten, ernsthaften Eisenbahn-Fotografie-Trips vor fünfund­zwanzig Jahren. Schon damals nervte schlechtes Wetter; heute nehme ich dies gelassener in Kauf und drehe die ISO-Stufen rauf. Bei Amstet­ten (Württ) hieß es am 08. Dezember 2010 »durch diese hohle Gasse muss er kommen« und das tat der Benzol-Leerkessel­wagenzug mit der 194 051-9 um 10:33 Uhr auch. Zu Hause am Schreibtisch kann ich dem Bild mit dem Wetter direkt Atmosphäre attestieren, zudem –, der Regenschirm ist obsolet .


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Grad der Versiffung: Schon am Montag war 181 215-5 zu Messfahrten von München ins Badische unterwegs und am Donnestag, dem 16. Dezember 2010 kehrte sie wieder über die Filsbahn zu DB Systemtechnik ins Bayerische zurück. Für die wunderschöne, orientrote Zweisystemlok, die den ST 48121 Offenburg – Milbertshofen am Haken hatte, der einzig aus dem Fahrleitungsmesswagen Bauart »Dienst m 311« mit der Nummer 63 80 99-91 001-7 bestand, hätte bei Göppingen schon noch etwas mehr als ein Hauch Sonne sein können. Aber ich will nicht meckern, die Flickschusterei auf der Zweisystemlok, die abgerissene Gummilippe über den Frontfenstern, unter der einen nun der Rost nur so anglotzt, das verwaschene, riesige Lätzchen als ein Element einer total verunglückten Farbkonzept-Epoche, der Grad der Versiffung insgesamt… Nicht auszudenken, es hätte noch schlimmer kommen können, z.B. wenn die 181 201-5 am Zug gewesen wäre! Diese Ellok wurde per 25.11.2010 in Blau aus dem Aw Dessau entlassen. Einen ausdrücklichen Dank an den Lasti für die Info aus der K10V!


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Goldlö(c)kchen-Rendite: Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk in Gold und Silber von der Bahn AG und den nicht mehr insolventen Gebr. Märklin & Cie GmbH: Goldlö(c)kchen alias 120 159-9 bespannte am 23. Dezember 2010 wieder einmal den IC 118 ab Ulm mit starkwinterlicher, halbstündiger Verspätung. In unangenehmer Kälte bei Reichenbach (Fils) konnte man beim Warten erleben, wie langsam das Licht weniger wurde und sich leichter Regen einstellte. Neben einer Ein­zigartigkeit auf diesem Bild – der nur an dieser Stelle sichtbare, namensgebende Fluss der Filstalbahn (im Hintergrund) sei noch auf die Symbolhaftigkeit genau dieser Ellok hingewiesen: Gold rentierte in 2010 in € mit 39, Silber im selben Zeitraum mit 96 Prozent… Was wohl der Euro und der Rest der Wähungen im gegenseitigen Abwertungswettlauf uns am Ende von 2011 hinterlassen werden?


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Die ÖBB-Flexibilität: Eine betrieblich interessante Lage entstand am 25. Dezember 2010: Der IC 119 hatte Ausfall, damit fehlte eine Garnitur für die Rückleistung des IC 118 anderntags. Die ÖBB zeigte Flexibilität: Von Salzburg über den Arlberg nach Lindau am Bodensee machte sich diese illustre Garnitur auf die Reise, im weiteren Verlauf spendierte ihm die Bahn AG bis Stuttgart eine 218er! Sonnenkönig Lothar hatte das ihm sprichwörtlich angedichtete Glück, als die 218 436-4 bei Süßen in Sonne um die Kurve kam. Lothar Köder stellte diese Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung.


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