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143 247-5"Seit 2005 findet jedes Jahr das »MELEZ«-Festival statt. Anlässlich der »RUHR.2010« wurde das Fest im Jahr 2010 als einer der Haupt­bestandteile in das Rahmenprogramm der Kulturhauptstadt aufgenommen. MELEZ soll Kulturen, Völker und deren Traditionen miteinander verbinden. Und wie sollte das im Ruhrgebiet besser gehen, als mit der Bahn? So kam es, dass 60 Azubis aus dem DB-Konzern zusammen mit einigen Künstlern unter der Anleitung von Cordula Körber einen Zug – bestehend aus einer Lok und 5 Wagen – umgestalteten. Als Lok wurde 143 247-5 auserwählt, die für diesen Zweck in dem petrolfarbenen Grundton des Zuges lackiert wurde und eigens für die Sonderzugeinsätze eine LED-Anzeige bekam. Als Zug wurden 5 x-Wagen der S-Bahn Rhein/Ruhr ausgewählt, die sowohl von innen als auch von außen ihr Aussehen grundlegend veränderten. Aus dem Wagen »50 80 27-33 104-2 Bxf 796.1« wurde »MELEZ 1«. Er bildete den Steuerwagen des Zuges und wurde als Bühnenwagen mit einer kleinen Freifläche im Innenraum ausgestattet. Als »MELEZ 2« wurde der Wagen »50 80 20-33 109-8 Bx 794.1« bezeichnet. Er wurde als Orientsalon mit Teppichen und Vorhängen verziert und bekam ein Klavier eingebaut. Mit dem Wagen »50 80 20-33 184-1 Bx 794.1« alias »MELEZ 3« wurde ein mutiger Schritt gemacht. Hier wurde der komplette Innenraum weiß angestrichen und es wurden auf den zahlreichen Sonderfahrten Stifte ausgelegt. Der Wagen »50 80 20-33 158-5 Bx 794.0« wurde zu »MELEZ 4«, einem Medienwagen umgebaut. Hier fanden neben Monitoren für Filmvorführungen auch Internetecken mit Laptops Platz. Der 5. und letzte Wagen (50 80 20-33 178-3 Bx 794.1, »MELEZ 5«) wurde als Clubwagen gestaltet und konnte an den Endstationen als große Tanzfläche genutzt werden. Der komplette Wagenpark erhielt wie die Lok den petrolfarbenen Grundton, wurde zusätzlich in goldener Farbe mit dem Wort »MELEZ« in verschiedenen Schriftformen (u.A. Arabisch, Kyrillisch, Griechisch, Koreanisch, Georgisch und Armenisch) verziert. Vom ersten Wagen hinter der Lok ansteigend war am Ende der Kopf des Steuerwagens komplett in Gold gehüllt. Der Zug war so vom 03.-28. Oktober 2010 auf den Strecken der S1, S2 und verschiedenen Güterzugstrecken im Einsatz, die planmäßig nicht durch Personenzüge befahren werden. Nach den Sonderfahrten wurde die Lok ihrer LED-Anzeige beraubt und bekam wieder die bekannten Flip-Dot-Anzeige verpasst. Seitdem ist die Lok als Farbtupfer vor den x-Wagen-Garnituren der S-Bahn Rhein-Ruhr im Einsatz, die planmäßig nur noch auf den Linien S6 und S68 (und einem Umlauf der S8 am Abend) eingesetzt werden. Die Wagen stehen heute teilweise ausgeschlachtet in verschiedenen Abstellbahnhöfen bzw. Betriebswerken der DB verteil herum. Am 03. Oktober 2010 war der Sonderzug, angeführt von 143 247-5, in Mülheim-Styrum als S9102 nach Duisburg unterwegs." Soweit Marcel Hilgers, der freundlicherweise diese Aufnahme zur Verfügung stellte.

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